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Sinnlose Erfahrungen eines frischen Vaters. Klein und hilflos trifft auf groß und hilflos.

Monat

Februar 2016

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Post zur Schwangerschaft an die DAK: Vom Versicherten zum Verunsicherten?

Im letzten Beitrag ging es einmal um ein ernstes Thema, mögliche Zusatzuntersuchungen in der Schwangerschaft. Dabei stellt sich bei werdenden Eltern  nicht nur die Frage, „Was möchte ich überhaupt wissen?“, sondern bei gesetzlich Versicherten häufig auch das „Was zahlt meine Krankenkasse?“ Denn nicht jede Zusatzleistung wird auch automatisch von jeder Kasse bezuschusst. Die Unterschiede sind riesig und als Versicherter ist es häufig gar nicht so einfach, sich durch den Infodschungel zu schlagen. Eine gute Übersicht für die Kassenleistungen in der Schwangerschaft bietet meines Erachtens diese nette Webseite, auf die wir beim Recherchieren gestoßen sind: Krankenkasseninfo.de (sieht auf den ersten Blick seriös aus und gibt zumindest einen groben Überblick, auch wenn dies wohl eine kommerzielle Seite ist).

Problemstellung bei den meisten wie bei uns: Wenn die Untersuchung anfällt, ist ein Krankenkassenwechsel zu spät. Wir hatten uns wie berichtet für ein Erst-Trimester-Screening mit Nackenfaltenmessung bzw. Nackentransparenzmessung entschieden. Kosten rund 200 Euro, die wir gern bezahlt haben. Bei der DAK Gesundheit, Kasse mit den aktuell höchsten Zusatzbeiträgen, haben wir dann höflichst eine Bezuschussung angefragt. Ergebnis: Verblüffende Antworten, siehe  im „offenen Brief“ an die DAK Gesundheit anbei. Gesendet am Freitag. Anwort noch offen.

Fortsetzung folgt.

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Liebes DAK-Team,

gern möchten wir noch einmal bezüglich der Nackentransparenzmessung in der Schwangerschaft auf Sie zukommen. Wir haben eine Nackenfaltenmessung freiwillig durchführen lassen und über meine Frau als DAK-Versicherte höflichst eine Erstattung bei Ihnen angefragt. Die Ablehnung war wenig überraschend und für uns ist dies zunächst auch soweit ok. Was sich aber in den nachfolgenden Telefonaten mit der „Besten Krankenkasse für Familien“ (und zugleich der Kasse mit dem höchsten Zusatzbeitrag) inhaltlich offenbarte, ließ uns jetzt ziemlich verwundert und ehrlich geschrieben auch etwas erschrocken zurück.

Gerade im Kontext Ihrer Aussagen:

„Qualität wird bei der DAK-Gesundheit groß geschrieben. Dies gilt sowohl für die Leistungsangebote und den Kundenservice als auch für den Anspruch gegenüber Leistungserbringern und Vertragspartnern. Dieser Qualitätsanspruch wird durch mehrere Krankenkassentests diverser Magazine und Zeitschriften sowie Qualitätskontrollen des TÜV Rheinland bestätigt.“ (vgl.: http://www.dak.de/dak/unternehmen/Auszeichnungen-1075634.html)

Auf eine Bezuschussung der Nackentransparenzmessung verzichten wir selbstverständlich. Wir würden aber gern von Ihnen wissen, wie Sie zu folgenden Aussagen Ihrer Fachberater stehen. Die Namen Ihrer Berater möchten wir hier nicht erwähnen, Sie können dies sicher für sich intern bei Bedarf nachvollziehen.

DAK zur Nackentransparenzmessung: „Wir halten diese für nicht sehr sinnvoll. Diese sagt nichts aus. Ihr Kind kann gesund sein und trotzdem ein unerwünschtes Ergebnis herauskommen. Halte ich für teuer und überflüssig.“

Auf welcher wissenschaftlichen Grundlage beurteilen Sie dies?

Zu Risikoschwangerschaften: „Das Durchschnittsalter für Erstgebärende liegt ja bei um die 40. Schwangere werden ja immer älter. Haben hier sehr viele mit einer Schwangerschaft um die 40 Jahre. Das heißt Sie haben auch mit 35 und älter keine Risikoschwangerschaft.“

Weil also Schwangere immer älter werden, sinken damit auch die Risiken? Unsere Zahlen zum Durchschnittsalter in Deutschland wie am Telefon erwähnt:  29,5 Jahre beim ersten Kind. (vgl. Statistisches Bundesamt, 2014)

Zu Frauenärzt(inn)en und der Nackentransparenzmessung: „Dies ist ein sensibles emotionales Thema, das Frauenärzte gerne ausnutzen. Die Nackentransparenz-Messung wird den Schwangeren von Frauenärzten sehr häufig aufgedrängt.“

Das teils umstrittene Thema IGEL-Leistung ist uns bewusst. Dennoch ein harter Vorwurf. Auf welcher Grundlage schätzen Sie dies so ein?

DAK zur Erstattung anderer Kassen: „Dass dies mehrere Kassen bezuschussen, stimmt nicht – dies macht vielleicht maximal eine einzige.“

Nach unserer einfachen groben Online-Recherche wird dies wie bereits am Telefon erwähnt von etlichen Krankenkassen übernommen (die fast alle niedrigere Beiträge haben als die DAK Gesundheit). Siehe hier: http://www.krankenkasseninfo.de/krankenkassen/test/schwangerschaft/nackenfaltenmessung-69

Wir möchten an dieser Stelle auch nicht „klugscheißen“, würden die Aussagen Ihrer Fachberater aber sehr gern besser verstehen. Da es sich hier, wie Sie selbst als Kasse sagen, „um ein sehr sensibles Thema handelt“, sollten Versicherte nicht durch derartige Beratungen zu Verunsicherten werden.

Freuen uns sehr auf Ihre Rückmeldung!

Trügerische Sicherheit in der Schwangerschaft? Was die Nackenfalte „sagt“

Vorsorgen und Sicherheit in der Schwangerschaft – wichtige Themen, die auch uns als werdende Eltern sehr beschäftigen. Grundsätzlich bieten die Krankenkassen hierzulande ein rundum engmaschiges Vorsorge-Programm bis zur Geburt an, das viele Eventualitäten abdeckt. Doch es gibt auch einige Zusatzuntersuchungen, die vom „Patienten“ je nach Kasse selbst bezahlt werden müssen. Ersttrimester-Screening, Toxoplasmose-Test oder auch Streptokokken-Untersuchung – diese und andere sogenannte individuelle Gesundheitleistungen, „IGEL“ genannt, kosten bei mancher Kasse extra und sind teils umstritten. Gretchenfrage: Sinnvoll oder nicht? Nettes Zusatzhonorar für den Frauenarzt oder hilfreiche Untersuchungen für uns als werdende Eltern? 

Auch wir haben uns diese Frage(n) gestellt. Und uns für ein Erst-Trimester-Screening in der 12. Schwangerschaftswoche entschieden (meist in der 11.-14. Woche). Durchgeführt wurde speziell die Nackenfaltenmessung inklusive einer Blutwertmessung. „Nackenfalte was?“, dachte ich zunächst. Aber die Idee dahinter ist recht simpel. Dabei wurde beim kleinen Embryo-Zwerg im Ultraschall eine mögliche Flüssigkeitsansammlung – wie der Name schon sagt – Nackenbereich gemessen und bei der werdenden Mutti einmal etwas Blut abgezapft. Ziel: Mögliche „anlagebedingte“ Fehlbildungen in einer frühen Schwangerschaftsphase erkennen bzw. ein Risiko für Fehlbildungen wie Trisomie 21 abschätzen zu können. Vor allem für Frauen ab 35 wird dies empfohlen. Die Untersuchung ist „lediglich“ eine Risikoanalyse, keine Diagnose. Die Auswertung liefert also lediglich einen statistischen Wert und die Aussage, „es könnte ein Risiko bestehen“. Das Baby aber kerngesund sein. Ein unerwünschtes Ergebnis erfordert dann eine genauere Diagnostik wie eine Fruchtwasser-Punktion – die an sich ebenfalls ein wenn auch geringes Risiko für das Ungeborene birgt. Bei uns dank geringem Risiko nicht notwendig.

Unabhängig von der Untersuchung stellt sich für angehende Eltern wie uns mit derartigen Untersuchungen eine grundlegende Frage: Was will ich wissen und was mache ich damit? Natürlich will jeder nur das beste fürs Kind. Die Entscheidung für diesen Test ist daher erst nach ausführlicher Beratung der Frauenärztin gefallen. Wer sich nicht so leicht verunsichern lässt kann meiner Meinung durch eine solche Zusatzuntersuchung durchaus einen Mehrwert haben. Allerdings sollte Euch, solltet ihr eine Testung planen, auch bewusst sein, dass das Warten auf die Ergebnisse durchaus eine angespannte Phase sein kann. Denn die Nackenfalte ist schnell gemessen, aber die Blutwerte dauern doch meist ein paar Tage.

Mein Fazit: Machen oder nicht machen, dass ist hier die Frage. „Es kommt drauf an“, wie der Ökonom zu sagen pflegt. Entscheiden muss dies am Ende jeder selbst.

P.S.: Was die Krankenkasse DAK Gesundheit dazu sagt und unser „freudiger“ Dialog dazu folgt in einem separaten Beitrag. 

sinnlos²: Heute, das Schnuffeltuch!

Kluge Leute lernen aus den Fehlern der anderen – die Dummen aus ihren eigenen. Ich lerne auch unheimlich gern aus meinen eigenen. Aber noch bleiben mehrere Monate, bis das erste Babygeschrei für unruhige Nächte sorgt. Die Zeit ist also günstig – basierend auf diesem Motto – aus den Fehlschlägen, Irrläufern und Erlebnissen erfahrener Väter zu lernen. Also frage ich einfach einmal jeden Gratulanten: Was sagst Du dazu?

Heute: Das Schnuffeltuch! „Unserer liebt sein Schnuffeltuch! Ohne geht es nicht, der Schnuffel ist sein bester Kumpel!“, sagt Thomas. Als erfahrener Vater eines Dreikäsehochs muss er es wissen. Ich habe es verstanden, auch wir brauchen unbedingt so ein Schnuffeltuch. Zum Schmusen, als Beschützer oder manchmal auch als kleiner kuscheliger Seelentröster.

Und ganz wichtig ist, wir sollen gleich mehrere shoppen. Denn das werde überall mit hingeschleppt, „dementsprechend sehen sie bei uns auch aus“, wird noch nachgeschoben. Einfach ein anderes nachkaufen, ist wohl nicht. „Denn er sucht sich aus, was er will.“ Richtig so! Ob der Zwerg sein Schnuffeltuch auch annimmt, werden wir merken, wenn Schnuffeltuch-Händchen und Füßchen angenullert sind. Wir sind gespannt 🙂

 

Kunst zum WE: Das letzte Einhorn

Ich bin mal wieder beeindruckt. Eine gute Freundin malt für die Tochter ihrer Physiotherapeutin als kleines Dankeschön: 

Das Bild ist wirklich super geworden. Die einzige Frage die sich mir dabei stellte: Mädchen lieben doch Einhörner über alles!!! Rosa-Glitzer-Einhörner. Mit lachendem Gesicht.

Daher hier mein kreativer Weiterentwicklungs-Vorschlag:

Nach Ausage der Künstlerin ist dies jetzt „Modell abgebrochener Kleiderbügel“.

Hauptsache den Mädels gefällt es 🙂 Kreisch! 

In diesem Sinne: wundervolles Wochenende!

Bärchenküche, Versuch #1

Erster Versuch der kreativen Bärchenküche zum Valentinstag. Naja, eigenes Zeugnis „hat sich stets bemüht“. Aber kritisch beurteilt mit Kinderaugen wird ja erst weit nach Geburt 😊

Danke an die Inspiration durch Fancy edibles! Still room for improvement

Meister in der Kreißsaal-Liga

Es wird ernst, unsere ersten Kreißsaalführungen standen diese Woche an. Hier gibt es die ersten Impressionen. Langweilig wurde uns dabei nicht 🙂

Zunächst mit der fränkisch-pragmatischen Hebamme und ihren beiden schüchternen Hebammen-Schülerinnen im historisch-romantischen kleinen Vorlesungssaal an der Uniklinik Erlangen. Mit waschechter Hebammen-Power-Point-Präsi. Mehr als 2.200 Geburten wehen hier jährlich durch die Kreissaäle. Wow. Da musste die Frage kommen, ob da „auch einfach mal zeitgleich alles voll ist?“ Nein. Platz zum Kinderkriegen sei immer. Und ob Studenten oder Schüler beim Gebären in der ersten Reihe sitzen. Offenbar nicht, zumindest wird vorher gefragt 😉 Und später die wichtigste Vater-Frage (neben den Stammzellspenden, dazu in einem extra Beitrag): „Wie ist das mit dem Parken?“ Pragmatische AW: „Wenn nix frei ist, einfach abstellen. Knöllchen stempelt Ihnen die Hebamme.“ Fantastisch, da freut sich doch nicht nur die Politesse! Insgesamt haben die Erlanger hier einen super Eindruck hinterlassen.

 
Danach ging’s zur zweiten Runde ins Südklinikum Nürnberg. Was zunächst den Charme einer Wohnungsbesichtigung in Hamburg hatte (gefühlt 100 Leute auf der Jagd nach dem Mietvertrag), wandelte sich doch schnell zu einem äußert kurzweiligen Infoabend. Dank „neigeschmeckter“ und ziemlich entspannter Hebamme. Und einem besonders spaßig aufgelegten Hebammerich. Ebenfalls pragmatisch fränkisch. Beide führten charmant durch den Abend, während hinter verschlossenen Kreißsaaltüren öfters mal ein „uuuuuuuuhhhhhhhhh“, „ahhhhhhhhhh“, „uhhhhhhhhhhhh“ zu hören war. Ende offen. Ja, das war wohl live. Ja, das weckte wieder Bilder im Kopf. Das Highlight sollte  aber erst kommen.

Wenn’s nicht nicht rund läuft gibt’s den Fußball-Kaiserschnitt

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Denn Bilder im Kopf hatte offenbar Ende letzten Jahres wohl auch die Marketing-Abteilung des Nürnberger Südklinikums. Mit fränkischem Understatement wurde das Highlight dezent vorgeführt. Hier hat sich jemand seinen Traum erfüllt – und tatsächlich einen 1. FCN-Fußball-Kreissaal gebastelt, siehe Fotos.

Das dachten sich wahrscheinlich die Entscheidungsträger: Das Runde muss zum Runden. Und wenn es nicht rund läuft, gibt es vom Oberarzt einen Fußball-Kaiserschnitt. Und danach ab in die Meisterschale äh Babyschale. Kaiser Franz Beckenbauer hätte sicher seine Freude daran. Das ist wahrlich meisterverdächtig in der Kreißsaal-Liga. Oliver Kahn würde sagen: Eier, wir brauchen Eier! Hoffen wir mal, dass er, bei einem Mädchen dann nicht den Sand in den Kopf steckt. Fehlt nur noch die Hand Gottes. So, dafür gibt es jetzt etwas in die Kalauer-Kasse.

Ich habe fertig! (Meine Frau noch nicht) 🙂

P.S.: mehr zum Spezial-Kreißsaal gibt’s hier

 

 

 

Bilder im Kopf 

Diese Woche war eine spannende Woche (wobei jede Woche im Moment spannend ist). Nicht nur, weil das dritte Trimester angebrochen ist. Nein, es wird gefühlt ernst – die ersten Kreissaalführungen standen an und wir haben den Ort der Wahrheit endlich live gesehen (mehr dazu morgen!). Und ich Bilder im Kopf.

Und folgende drei Gedanken, die auch anderen werdenden Vätern auf die Stirn geschrieben schienen:

1. Ahhh, wie weit ist die Strecke bis zur Klinik und wie schaffen wir das?

2. Hmmm, wie weit kann ich mich von zu Hause weg bewegen, wenn der magische Termin vor der Tür steht? 

3. Und ohhh, wie muss ich das Auto für die Fahrt präparieren? 🙂

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