Es wird ernst, unsere ersten Kreißsaalführungen standen diese Woche an. Hier gibt es die ersten Impressionen. Langweilig wurde uns dabei nicht 🙂

Zunächst mit der fränkisch-pragmatischen Hebamme und ihren beiden schüchternen Hebammen-Schülerinnen im historisch-romantischen kleinen Vorlesungssaal an der Uniklinik Erlangen. Mit waschechter Hebammen-Power-Point-Präsi. Mehr als 2.200 Geburten wehen hier jährlich durch die Kreissaäle. Wow. Da musste die Frage kommen, ob da „auch einfach mal zeitgleich alles voll ist?“ Nein. Platz zum Kinderkriegen sei immer. Und ob Studenten oder Schüler beim Gebären in der ersten Reihe sitzen. Offenbar nicht, zumindest wird vorher gefragt 😉 Und später die wichtigste Vater-Frage (neben den Stammzellspenden, dazu in einem extra Beitrag): „Wie ist das mit dem Parken?“ Pragmatische AW: „Wenn nix frei ist, einfach abstellen. Knöllchen stempelt Ihnen die Hebamme.“ Fantastisch, da freut sich doch nicht nur die Politesse! Insgesamt haben die Erlanger hier einen super Eindruck hinterlassen.

 
Danach ging’s zur zweiten Runde ins Südklinikum Nürnberg. Was zunächst den Charme einer Wohnungsbesichtigung in Hamburg hatte (gefühlt 100 Leute auf der Jagd nach dem Mietvertrag), wandelte sich doch schnell zu einem äußert kurzweiligen Infoabend. Dank „neigeschmeckter“ und ziemlich entspannter Hebamme. Und einem besonders spaßig aufgelegten Hebammerich. Ebenfalls pragmatisch fränkisch. Beide führten charmant durch den Abend, während hinter verschlossenen Kreißsaaltüren öfters mal ein „uuuuuuuuhhhhhhhhh“, „ahhhhhhhhhh“, „uhhhhhhhhhhhh“ zu hören war. Ende offen. Ja, das war wohl live. Ja, das weckte wieder Bilder im Kopf. Das Highlight sollte  aber erst kommen.

Wenn’s nicht nicht rund läuft gibt’s den Fußball-Kaiserschnitt

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Denn Bilder im Kopf hatte offenbar Ende letzten Jahres wohl auch die Marketing-Abteilung des Nürnberger Südklinikums. Mit fränkischem Understatement wurde das Highlight dezent vorgeführt. Hier hat sich jemand seinen Traum erfüllt – und tatsächlich einen 1. FCN-Fußball-Kreissaal gebastelt, siehe Fotos.

Das dachten sich wahrscheinlich die Entscheidungsträger: Das Runde muss zum Runden. Und wenn es nicht rund läuft, gibt es vom Oberarzt einen Fußball-Kaiserschnitt. Und danach ab in die Meisterschale äh Babyschale. Kaiser Franz Beckenbauer hätte sicher seine Freude daran. Das ist wahrlich meisterverdächtig in der Kreißsaal-Liga. Oliver Kahn würde sagen: Eier, wir brauchen Eier! Hoffen wir mal, dass er, bei einem Mädchen dann nicht den Sand in den Kopf steckt. Fehlt nur noch die Hand Gottes. So, dafür gibt es jetzt etwas in die Kalauer-Kasse.

Ich habe fertig! (Meine Frau noch nicht) 🙂

P.S.: mehr zum Spezial-Kreißsaal gibt’s hier

 

 

 

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