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wickelchef

Sinnlose Erfahrungen eines frischen Vaters. Klein und hilflos trifft auf groß und hilflos.

Monat

April 2016

Baby kommt bald. Sei gefälligst unentspannt! Jetzt! 

Die letzten Tage vor Geburt schreiten zügig aber recht entspannt voran. Für uns veränderte sich in den letzten Wochen vor allem eines: nichts. Bauch wächst, Frau hat Mutterschutz, Klinik-Tasche ist gepackt und das Kinderzimmer ist in großen Teilen eingerichtet. Der Geburtsvorbereitungskurs war nach aktueller Einschätzung wirklich gut geburtsvorbereitend und amüsant.

Wenn es nach den Meinungen beziehungsweise Fragen unseres Umfeldes geht, nach den Menschen die wir mögen, die uns mögen und unseren Geburtstermin kennen, müssten wir uns wie folgt verhalten:

Hilfe, wir bekommen bald ein Baby! 😱 Oh mein Gott, im Kinderzimmer fehlt die Wanddeko! Hast Du schon ein Babyphone gekauft? 😳 Mist, der Heizstrahler ist nicht angebohrt. Die Wehen setzen doch erst ein, wenn der Heizstrahler angebracht ist! Weiterlesen „Baby kommt bald. Sei gefälligst unentspannt! Jetzt! „

Ziemlich beste Freunde!

Manchmal passiert es. Du triffst auf jemanden, von dem Du nicht wusstest, dass es ihn gibt. Du weißt sofort: Da ist etwas! Eigentlich ist das Objekt Deiner Begierde für jemand anderen bestimmt. Kannst Du Dich einfach so dazwischen drängeln? Klar kannst Du. Machst es einfach, nutzt die Chance die sich ergibt, ignorierst die Warnsignale. Du suchst die Nähe. Nach den ersten gemeinsamen anschmiegsamen Abenden bist Du Dir sicher: Wir sind Freunde fürs Leben! Ach die Nähe ist so wunderbar! Das Ende einer solchen Story lasst sich leicht ausmalen.

Verdrängungswettbewerb im Schlafzimmer. Gewinner: Schwangere und das Stillkissen. 

Ich vermute so geht es vielen werdenden Vätern. Als ich das erste mal von einem“Stillkissen“ höre, habe ich noch keine Ahnung, welch eine wunderbare Erfindung Weiterlesen „Ziemlich beste Freunde!“

Warum Blogs in Deutschland nicht funktionieren

Was für ein Zufall! Acht Jahre ist es her, als ich es schon einmal auf eine Blogger-Konferenz geschafft haben. Es muss die re-publica 2008 gewesen sein. Morgen geht´s wieder auf eine Bloggerkonferenz. Keine normalen Blogger. Echte Elternblogger – auf der #denkst16 in Nürnberg. In Live und in Farbe. Zum Anfassen statt einfach nur online. Vier Monate nachdem der wickelchef aus einer Laune heraus (und einfach zu viel Zeit am Pool im Weihnachtsurlaub) die Bildschirme der Online-Welt erblickt hat. Jetzt bin ich wirklich vollkommen gespannt, was für Menschen, und als angehender Vater natürlich auch was für Männchen sich dort so rumtreiben. Und womöglich mit ihrem MacBooks in der Ecke sitzen. Aufs Schmartphone schauen. Weiterlesen „Warum Blogs in Deutschland nicht funktionieren“

Mach das Rotlicht an, Du Ferkel!

Eine meiner Lieblingsfragen aus den letzten Monaten: Brauchen wir DAS wirklich? Seit Wochen beschäftigt uns wieder genau so etwas aus der Kategorie Dinge von den Du bis jetzt nicht wusstest, dass Du sie brauchst. Eine Ferkellampe. Ja richtig, eine FERKELLAMPE. 

„Ihr solltet Euch so etwas unbedingt zulegen. Die haben wir beim ersten Kind gut genutzt. Macht schön warm.“ Sinn und Zweck: Über dem Wickeltisch angebracht, sorgt der Heizstrahler dafür, Weiterlesen „Mach das Rotlicht an, Du Ferkel!“

Rumstromern im i3: Hilfe, ich segel (und suche Strom)

Selbst mein Vater hat mich darauf angesprochen. „Hast Du gehört, das Elektroauto aus den Nachrichten, da standen die Leute Schlange um eins zu bestellen!“ Ich war verblüfft. Mein Vater sorgt sich um Schlangen vor amerikanischen Car-Stores, wo Menschen 1.000 Euro für eine Reservierung vorab zahlen (bzw. in Wahrheit Tesla einen Kredit geben) um irgendwann einmal ein bislang völlig unbekanntes Auto zu bekommen. Ohne Alltagstest.

Was werde ich meinem ungeborenen Jungen wohl einmal erzählen, wenn er aus der Schule kommt und etwas über die verrückten Stinke-Verbrennungsmotoren von damals erfahren will? „Papa, Du bist da ja dabei gewesen?!“

Vielleicht erzähle ich ihm von meiner ersten Ganztages-Elektro-Probefahrt wenige Wochen vor seiner Geburt… Weiterlesen „Rumstromern im i3: Hilfe, ich segel (und suche Strom)“

Sapperlot äh Pimperlott!

Gelber Paket-Zettel diese Woche in der Post. Überraschungspaket? Wer will da was? Also, schnell zur Post. Werbung, Arbeitszeugs oder was verbirgt sich da im fremden Päckchen?

Eine wunderbare Überraschung!

Unsere Kollegin Ulrike Leinemann hat ein wunderbares Kinderbuch geschrieben! Sasaella Pimperlott und die grüne Neune. Die Geschichte einer Bambuselfe, die sich zusammen mit ihren Freunden  auf eine Abenteuerreise durch das Land Pik macht um mehr als ein Geheimnis lüften. 

Liebe Uliiii, noch wissen wir nicht, wer Sasaella, Urmo und Freunde sind oder was die Grüne Neune ist. Aber wir werden bald die Folie zart und mit Freude vom Büchlein reißen und die Nase ganz tief reinstecken. 

Gratulation zu Deinem ersten wundervollen Kinderbuch! 

P.S., wer’s bestellen möchte, et voilá: http://sasaella-pimperlott.de/roman/

 

Pax-Hartwig möchte aus dem Bälleparadies abgeholt werden

Einen Namen finden – eine der ganz großen Herausforderungen in 9 Monaten Schwangerschaft. Das ist echt schwer. Einerseits, weil die Schwiegermutter als Kindergärtnerin schon einige Irrläufer aus täglicher Erfahrung ausschließt. Andererseits, weil uns als Spätgebärende im Freundeskreis schon einige Namen „geklaut“ wurden. Frauen kaufen ja auch nicht das gleiche Kleid wie die Freundin. 

 Zum Glück gibt’s nette Nachbarn, die an uns denken und uns Vorschläge aus der Zeitung senden (in diesem Fall die Nürnberger Nachrichten). Danke, liebe Nachbarin! Das bringt uns endlich einen großen Schritt weiter.
Bin beeindruckt, wie kreativ die Nürnberger sind:

Kreative Franken: Firus Klaus bitte zur Kasse. Quelle: NN

Wenn Pax Hartwig groß ist, geht es ins IKEA-Bällebad. 

Und Liam-Noel wird sicher mal Rockstar. 

Welches Haustier wünscht sich Maus eigentlich? 

Da wird Happy ganz happy.

Wer ist hier eigentlich der Chef

Schade, jetzt heißt hier in der Gegend schon einer Chef. Dann nennen wir ihn doch anders. Der Chef ist er ja sowieso von Anfang an!

Hebammen-Weisheiten

Mit den angehenden Vätern im Geburtsvorbereitungskurs laufen Hebammen offenbar zur Hochform auf. Hier das Best of der Weisheiten von Doris & Simone. Ungefiltert, direkt und auf den Punkt. Die Wahrheit kann sehr schmerzhaft sein. Sprichwörtlich und im wahrsten Sinne des Wortes.

Kinder kriegen ist wie Backsteine ka****. 

Die Frau muss zur Geburt so entspannt sein, wie ein Hefeteig, der sanft über den Schlüsselrand quillt.

Schaut die Frau verschoben wie nach der Weinprobe drein, muss sie in die Klinik rein!

Eine 1-minütige Wehe alle 5 Minuten. Fahrt los. Nicht eine 5-minütige.

Keine komplexe Fragen á la „Wo ist Deine Chipkarte?“ Eine Handtasche ist ein komplexes Konstrukt. Eure Frau kann nicht denken. 

Wenn Euch Eure Frau um etwas bittet, macht es! Und wenn sie es 10 Minuten anders will, macht das. 

Der Mund ist mit dem Muttermund verbunden! Ist der Mund entspannt, ist der Muttermund entspannt!

7cm. 7cm. 7cm! 20 Zentimeter waren gestern. 7cm geöffneter Muttermund und alles wird anders. 

Mädels, Hebammen lieben alles was aus Euch raus kommt. Alles. Einfach laufen lassen. Dann seid ihr entspannt.

Mädels, presst wie beim Ka****. Ihr müsst bei der Geburt drücken, als hättet ihr die Verstopfung Eures Lebens. Das ist dann auch die richtige Richtung. Da freuen wir Hebammen uns. Toll!

Männer, ihr geht mit dem Neugeborenen mit zur Untersuchung. Ihr achtet drauf, dass Eure Frau sich keine Sorgen macht, dass das Baby nicht vertauscht wird. 

Der Hefeteig quillt! Geburtsvorbereitungskurs #2

Männer, die Frau muss zur Geburt so entspannt sein, wie ein Hefeteig, der sanft über den Schüsselrand quillt! Meint unsere Hebamme Simone. Das ist mal wieder der Moment, der Bilder im Kopf entstehen lässt und Fragen aufwirft. Wie viele der zehn angehenden Väter, die bereits ihren zweiten Geburtsvorbereitungskurs absolvieren, haben bereits selbst einmal einen Hefeteig gemacht? Ich meine mich zu erinnern, schon einmal zugeschaut zu haben, wie ein Hefeteig quillt. Aber wie lange dauert so ein aufquellender Hefeteig? Und woran erkenne ich, ob er wirklich schon fertig fürs Ausbacken ist?

Das ruft Parallelen auf den Plan. Letztlich ist ein Kind erzeugen doch auch nichts anderes wie das Vorbereiten und Backen eines Hefeteigs. 

Zunächst benötigt man ja erst einmal frische Hefe, die nicht abgelaufen ist. Das Ablaufdatum variiert, manche Hefe meint schon Mitte 30 dem Ablaufdatum nah zu sein, aber i.d.R. hält sich eine gute Hefe biologisch betrachtet doch bis Anfang 50. Ist einmal die richtige Hefe in der Schüssel, müssen noch einige Zutaten dazu. Sonst gelingt das Wunschrezept nicht. Jede Menge Zeit, Toleranz, Verständnis, Ausdauer, Nähe und Respekt sollten auf der Zutatenliste stehen. Sehr hilfreich zum Gelingen eines guten Hefe-Rezeptes sollen auch ausreichend Wein oder Alkohol sowie leckeres Essen sein.

Die ganzen Zutaten  sind dann mit dem Handrührgerät (Knethaken-Einsatz nur wenn die Hefe das möchte) oder in einer Küchenmaschine ca. 10 Minuten zu kneten, Weiterlesen „Der Hefeteig quillt! Geburtsvorbereitungskurs #2“

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