Das wird noch mein Lieblingsthema: Tipp #1 unseres Freundes Alex‘. Nenne nie den Geburtstermin. Wie recht er hatte.

Es ist wunderbar, dass Freunde an uns denken. Vor wenigen Wochen ging es uns genauso. Unsere Freundin in den USA erwartete ihren Nachwuchs. Wir fieberten mit. Man war das aufregend! Es ist allerdings ganz faszinierend aus Sicht der werdenden Eltern, welche spannungsgeladene Neugier im Umfeld geweckt ist. „Manchmal denke ich, mein Mann ist der Vater, so aufgeregt wie er ist“, meinte kürzlich eine Freundin. Häufen sich die Mitfreu-Bekundungen vor dem Geburtstermin, geht die Zahl der aktiven Nachfragen bei „verpasster“ Deadline bereits Stunden danach hoch signifikant nach oben.

Gerade in Zeiten der digitalen Transparenz:

„Deine Frau hat ihr Fitbit nicht aktualisiert! Geht es los?“

„Ihr seid schon seit Stunden nicht online gewesen?!?“


 

„Wir wollten nur Bescheid geben, wir sind immer gut auf Handy erreichbar!“

 

Das ist schön. Wir sind auch erreichbar. Festnetz und Handy. An dieser Stelle unsere Top-5-Strategien im Umgang mit Nachfragen zum „verpassten“ Geburtstermin (die wir natürlich nieeeeeeemals bei unseren Freunden anwenden würden):

  1. Zahlen aus Frankreich zitieren: die Franzosen rechnen 41 Wochen für eine Schwangerschaft. Keine 40.
  2. Mitten in der Nacht ein lustiges Bild senden. Etwas völlig absurdes. Zum Beispiel Katzen-Content.
  3. Ein Bild eines anderes Babys schicken. Und erst später auflösen.
  4. Zeitpuffer in der Argumentation einbauen: „Vor nächster Woche tut sich sicher eh nichts“. Das verschafft möglicherweise etwas Luft.
  5. Oder einfach nicht reagieren. Mal eine Zeit offline bleiben.
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