5 Monate. Hat jemand irgendwo die vergangenen 240 Tage gesehen? Ich habe jetzt durchaus ein Stück suchen müssen. Im neuen Kinderzimmer. Im Laufgitter. Und hier im Blog. Bei genauerer Betrachtung sind hier zumindest noch die ersten aufregenden Wochen im leicht angestaubten Archiv zu finden – mit bunten Knöpfen für die Wickelkommode und dem Begrüßungsbrief von der Steuerbehörde für den Sohnemann. Sowie einer angezettelten Best of Babygeschenkeliste, die auf Vervollständigung wartet. Es ist also an der Zeit wieder mehr Zeit festzuhalten.

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Der kleine Mann und da Meer.

Nach selbstverständlich planmäßiger kurzer Sommerpause weht jetzt frische Herbstluft hier. Inspiriert vom jüngsten alkoholfreien Bier-Genussabend mit zwillingswelten.de und besonders von der jüngsten Blogparade von 2kindchaos:  „Man ist völlig vereinnahmt von dem neuen, chaotischen und wunderbaren Leben mit seinem Baby„, schreibt Frida. Und fragt: Was hat sich eigentlich verändert?

Vieles, und auch nichts

Klingt pathetisch, aber jeder Tag ist heute ein wundervoller Tag. Unser kleiner Morgenmensch (hat er nicht von uns) hat nicht nur unseren Wecker vollkommen überflüssig gemacht, sondern unseren Tagesstart grundlegend verändert. Egal was ansteht – jeder Morgen startet fantastisch. Bereits vier Uhr mit einem Lächeln. Oder auch einmal erst um sechs. Manchmal – nach mehrfachem Schnullersuchenundwiederreinstecken – auch erst um neun. Aber immer mit einem unheimlich gut gelaunten Baby. Wirklich irrsinnig gut gelaunten. Da wird selbst die erste volle Windel zum großen Ereignis.

Ganz anders sind auch die spontanen Gespräche, gerade wenn man als Vater einmal allein unterwegs ist. Beim Metzger will die entzückte fränkische Wurstfachverkäuferin unseres Vetrauens am liebsten bereits jetzt ein fränkisches Stück Gelbwurst in den Maxi Cosi legen (leider kam sie nicht auf die Idee es mir zu geben).

Ich erinnere mich auch an meinen letzten Fielmann-Besuch:

Oder den „Männertag“ mit Zwerg und Kumpel am Baggersee, damit die Mutti einmal einen freien Tag hat. Zwei Jungs mit Zwerg in der Strandmuschel. Die dem Baby auch noch ohne mütterliche Unterstützung Fläschchen geben. Verrückte Sache. Zumindest in Anbetracht der heimlichen Obervation und den skeptischen Blicken unserer Liegenachbarn, die aus ihren bequemen Liegestuhlpositionen die Szenerie sehr aufmerksam verfolgten. Sehr aufmerksam.

Oder den Biergenussabend mit zwillingswelten. Plötzlich stand der Barkeeper bei uns am Tisch und erzählte mit leuchtenden Augen von seiner elf Monate alten Tochter.

Fazit: Geändert hat sich viel und doch auch wieder nichts.

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